SV Stuttgart Wolfbusch 1956 e.V.
Der Schachverein für Jung und Alt!
Das Oberliga-Wunder bleibt aus
Verein

Wie berichtet lag unsere 1.Mannschaft vor der 7.Runde der Oberliga überraschend nicht auf einem Abstiegsplatz, hatte aber dafür die schwere Begegnung gegen die nicht minder überraschend
vorletzte TG Biberach vor sich. Weitere Überraschungen gibt es allerdings nicht mehr zu vermelden, denn im direkten Aufeinandertreffen waren sich offenbar alle Beteiligten der Bedeutung des Kampfes bewusst. Das führte bei den Biberacher Gästen zu einem extrem konzentrierten Auftritt und einer konsequenten Chancenverwertung. Bei uns hingegen fehlte womöglich die Unbefangenheit des bisherigen Saisonverlaufs.

Zwar konnten wir mit der nominell stärksten Besetzung in dieser Saison antreten, die Gäste waren aber gleichwohl an den allermeisten Brettern deutlich favorisiert. Hinzu kam, dass unsere ersten beiden Schwarzbretter schon früh in gegnerische taktische Möglichkeiten hineinliefen, den sofortigen Zusammenbruch zwar verhindern, aber die Partie letztlich nicht retten konnten. Einziger Lichtblick war wieder Simon Behm bei seinem leider erst dritten Saisoneinsatz, der erneut eine starke Partie spielte und verdient gewann, leider als einziger.

Es passte an diesem Tag ins Bild, das alle weiteren aussichtsreichen Stellungen sogar noch kippten. Auch Philipp Schapotschnikow setzte seinen Gegner mit zwischenzeitlichem Figurenopfer unter Druck und hatte mehrere Möglichkeiten, (sehr) vorteilhaft abzuwickeln. Leider konnte er sich nicht (richtig) entscheiden und landete - nachdem er notgedrungen ein Remisgebot ablehnen musste - im schlechteren Endspiel. Ähnlich bei Andris Kalnins, der im damenlosen Mittspiel mit Schwarz zwischenzeitlich gut bis angenehmer stand, dann aber die falsche Abzweigung wählte.

Matthias Ruf opferte in verschachtelter Stellung einen Bauern und lehnte zunächst ein Remisgebot ab, um Spiel zu erhalten. Mehr als ein halber Punkt sprang letztlich aber doch nicht heraus. Am Ende konnten schließlich Alexander Smolka und Andreas Severin ihre leicht schlechteren Endspiele nicht mehr halten.

Das führte zur mit Abstand höchsten Saisonniederlage von 1,5:6,5, die zwar sicherlich etwas zu hoch ausfiel, aber insgesamt nie in Frage stand. Das tröstet immerhin deshalb, weil sich niemand über versäumte Chancen ärgern muss, die zum Klassenerhalt hätten reichen können. Der dürfte nämlich nicht mehr zu schaffen sein, nachdem es mit größter Sicherheit zwei Absteiger geben wird und wir in den letzten beiden Runden noch gegen die Topfavoriten SV Jedesheim und SC Weiler im Allgäu antreten dürfen. Vielleicht ist dann immerhin die Unbefangenheit des Hoffnungslosen wieder da...

Erstellt von AlexH am 20.02.2018 17:14